Ravenswood: Kalifornische Zinfandel-Ikone!

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2017 Ravenswood Zinfandel Vintners Blend (Rotwein, Kalifornien, USA)

Die Rebsorte Zinfandel kennt man in Deutschland vor allem unter der italienischen Bezeichnung Primitivo. Doch die aus Kalifornien stammenden Weine sind stilistisch nicht mit den apulischen Erfolgsweinen zu vergleichen. Die intensive Aromatik fällt weniger würzig aus und Zinfandels verzichten meist auf Restzucker. Ravenswood ist der wohl bekannteste Name für Zinfandel. Nicht wegen des auffälligen Etiketts mit den drei Raben, sondern aufgrund der hervorragenden Qualität der Rotweine aus dem Sonoma County. Reichlich Erfahrung ist vorhanden, denn Joel Peterson hat Ravenswood bereits 1976 gegründet. Der ‚Vintners Blend‘ beweist auf beeindruckende Art und Weise, wie gut Zinfandel aus Kalifornien sein kann – und das für einen kleinen Tarif. Der 2017er Jahrgang ist derzeit in einem perfekten Trinkfenster!

Zunächst einmal ist es mir wichtig zu betonen, dass ein guter Zinfandel qualitativ nichts mit „White Zinfandel“ zu tun hat – eine widerliche, restsüße Rosé-Brühe, die in US-amerikanischen Supermärkten eine Erfolgsgeschichte schrieb.

Joel Peterson wird nicht ohne Grund „Godfather of Zin“ genannt. Seine Liebe für die Rebsorte hat Zinfandel von Ravenswood auf der ganzen Welt bekannt und beliebt gemacht.

Wobei man sagen muss: In Deutschland sind kalifornische Zinfandel nur in Kennerkreisen ein Begriff. Viel prominenter sind hierzulande Weine der Rebsorte Primitivo – ein Synonym für Zinfandel.

Doch der Rotwein aus dem italienischen Apulien ist nicht etwa das „Original“. Vielmehr stammt Zinfandel ursprünglich aus Kroatien. Angeblich wurde er hier bereits 1000 v. Chr. angebaut. Dadurch wäre Zinfandel eine der ältesten Rebsorten der Welt. Erst Ende des 18. Jahrhunderts landete die Rebsorte in Süditalien.

Etwas später erreichte sie auch Kalifornien. Dadurch ist Zinfandel die älteste Rebsorte der USA und noch heute existieren Pflanzen, die bin in das Jahr 1885 zurückreichen.

Weinberg von Ravenswood im Sonoma County.

Der Vintners Blend von Ravenswood ist ein gelungener Einstieg in die Welt von Zinfandel und des Weinguts Ravenswood. Seine Aromatik begeistert sofort und auch am Gaumen wirkt der Wein wunderbar fruchtbetont. Aber der Wein ist keinesfalls „klebrig“ oder „marmeladig“. Er verfügt über eine gute Struktur sowie eine ausreichende Frische, die den Wein völlig unanstrengend macht. Die Aromakomplexität ist nicht zuletzt so hoch, da der Wein 12 Monate in französischen Eichenholzfässern verbrachte – 25 Prozent davon neu.

Der heute empfohlene Wein stammt aus dem Jahrgang 2017, so zeigt er sich bereits wunderbar reif. Er befindet sich derzeit auf seinem qualitativen Höhepunkt und wird dort wahrscheinlich noch die nächsten 2–3 Jahre verbleiben. Mit anderen Worten: ein Wein mit Genussgarantie.

Der Ravenswood Zinfandel Vintners Blend bietet einen exzellenten Gegenwert. Bei Weinen aus den USA nicht immer gewährleistet, da das Preisniveau vor Ort vergleichsweise hoch ist. Im angebotenen 5+1-Paket macht das besonders viel Spaß. Und es macht langsam ohnehin Sinn einen gewissen Vorrat für die kommenden Feiertage anzulegen.

2017 Ravenswood Zinfandel Vintners Blend (Rotwein, Kalifornien, USA)


Auge

Kräftiges Rubinrot.

Nase

Extrem fruchtbetonte Nase mit Erdbeeren, Himbeeren, Kirschen, etwas Vanille und Marzipan.

Gaumen

Am Gaumen nochmals sehr fruchtintensiv: eine an rote Grütze erinnernde Melange aus roten Früchten. Aber auch zarte Gewürznoten und wiederum Vanille zeigen sich. Im Abgang mit moderater, aber noch ausreichender Säure.

Sonstiges
Besteht aus 75% Zinfandel sowie 25% Syrah und Petite Sirah. Enthält 13% Alkohol. Bei 16 bis 18 Grad Celsius und bis 2023 zu genießen.

 

5+1-Angebot:
6 Flaschen für 54,50 EUR  (9,08 EUR/Fl.)

Die Einzelflasche kostet 10,90 EUR
Hier vergangene Empfehlungen finden

WEINGUT FAKTEN

Ort /// Sonoma, Kalifornien, USA

Anbaugebiet /// Sonoma County

Gründungsjahr /// 1976

 

Auch wenn ich meine Weinempfehlungen unabhängig recherchiere und sorgfältig auswähle, bin ich nach E-Commerce-Richtlinie 2000/31/EG sowie Telemediengesetz (TMG) und dem Rundfunkstaatsvertrag (RStV) dazu verpflichtet anzugeben, dass es sich bei dem angegebenen Link um Werbung handelt.

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